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Mittwoch, der 15. Juli 2009

stoned from the underground

Am Wochenende fand zum neunten Mal das Stoned from the Underground statt.
Nachdem die Veranstalter vor zwei Jahren genötigt waren, den als Festival-Austragungsort unerreichten Erfurter Nordstrand zu verlassen und das große Familienfest der deutschen Schwerlastrockgemeinde (ok, ein paar andere Europäer sind bestimmt auch jedes jahr dabei) auf den Possen bei Sondershausen umzusiedeln, ging es dieses Jahr wieder ans Wasser und fast zurück nach Erfurt. Nur einen Steinwurf vom Nordstrand entfernt fanden sich am Alperstedter See mehr Musikdurstige ein, als jemals zuvor beim Stoned. Den Eindruck hatten jedenfalls die meisten Stammbesucher, ohne Zahlen zu kennen.
Aus meiner Sicht verlief das ganze diesmal etwas durchwachsen. Das neue Gelände ist auf der einen Seite toll, da es mit kleinem Badestrand direkt am See liegt. Auf der anderen Seite ist der offene Acker als Zeltplatz nich mehr ganz so lässig wie die Wiesen in den Vorjahren, aber kein Grund sich zu beschweren.
Das Programm am Freitag war irgendwie ziemlich Heavy-Metal-lastig (hab aber auch nich alle Bands gesehen) und so beschränkten sich die Highlights auf Litmus aus Großbritannien, Eiergrog aufm Zeltplatz und freilich das Wiedersehen vieler Freunde und Bekannter. Von Gorilla Monsoon hab ich nurnoch die letzten drei Songs mitbekommen, aber das waren auch genau die alten Gassenhauer, die ich kenne und schätze.

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Die Nacht wurde bei Dosenmusik zum Tag gemacht und als ich mich Richtung Zelt begab dämmerte es tatsächlich schon am Horizont überm See.

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Der Samstag wartete mit einem vielversprechenden Programm auf, dafür begann er Wettertechnisch bescheiden. Es hatte Freitag schon den Vorhersagen entsprechend geregnet, aber die angekündigte Besserung trat danach nicht ein. So überzog sich das Gelände bis zum Abend mit feinstem, nicht trocknen wollenden und teilweise knöcheltiefem Schokoguss.
Den musikalischen Reigen eröffneten Driver aus Chemnitz recht solide.
Mein persönliches Highlight des Wochenendes folgte nicht viel später in Form von Alix aus Italien, die zum Nachmittag ein spitzenmäßig groovendes Vesper servierten.
Suma schaute ich mir nur zur Hälfte an. Sie spielten zwar gut, aber irgendwie war ich nicht in Doomlaune.
Überraschung des Festivals waren Long Distance Calling, die irgendwie genau die richtige Musik zum richtigen Zeitpunkt lieferten.
Karma to Burn waren erwartungsgemäß gut, aber für mich auch nicht allzu spektakulär.
Einen würdigen Abschluss meisterten die Schweizer Monkey 3 (Monkchi trrrüüü!), bevor abermals die Nacht bei Dosenmusik von Dj Walther durchgefeiert werden wollte. Irgendwann im Morgengrauen war Schluss und da es leider kein Lagerfeuer gab, welches auf dem Possen immer die letzten Schlaflosen sammelte und einte, verstreuten sich die Letzten Zombies über den Zeltplatz, um in kleinen Grüppchen weiter zu feiern oder schlafen zu gehen.

Den Sonntag ging ich entspannt wie immer an. Nachdem die weitgereisten Besucher verabscheidet waren wurden noch ein paar Frühstücksbiere mit weniger weitgereisten vertilgt, bevor auch ich mich aufraffte, mein Zelt abzubauen, die 11km zum Erfurter Bahnhof in Angriff zu nehmen und Europas größtes Latzhosenfestival für dieses Jahr abzuhaken.

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Mein Dank für ein gelungenes Wochenende gilt den Veranstaltern, Musikanten und freilich auch Besuchern, die für die nötige Stimmung sorgte.
Grüße gehen an Alle, die ich grad aufzuzählen zu faul bin… ich hoffe ihr wisst auch so, dass ihr gemeint seid, ;)
Man sieht sich in Boberow, München oder vielleicht auch zwischendurch mal.

bis denn, mtn.

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