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Montag, der 7. September 2009

ein tag in böhmisch kolumbien

die tour wird nich langweilig.

zum aufwärmen gehts steil bergauf (und ich muss sagen, tragen/schieben is mir deutlich lieber zum warmwerden, als irgendwo hochdrücken zu müssen).

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dann dümpelt die tour etwas flach vo sich hin. dank eines kleinen routenänderungsversuchs flacher aber dafür schöner.

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kurz darauf gehts knüppeldicke steil bergan zum jehla.
eine sich bedrohlich schnell nähernde regenfront zwang uns zum mittagsbiwak in der basaltwand.

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als der schauer vorüber war, schauten wir um die ecke vom gipfel, um direkt mit einer zweiten sich rasch nähernden grauen wand konfrontiert zu werden, die deutlich fieser daherkam. diesmal entschieden wir uns für die flucht nach vorn, aber kaum waren wir in der abfahrt, hatte der einsetzende platzregen die schönsten passagen schon geflutet (im prinzip sah es genauso aus, wie vor gut einem jahr*). im gegensatz zu felix hatte ich nur die jacke, aber nich die regenhose angezogen und meine hose war nun komplett nass. dazu kam dreck und wasser auf und hinter der brille, das schlimmste an regen (oder eigentlich das einzige schlimme, wenn man ansonsten anständig bekleidet is).
im tal angekommen war der niederschlag schon wieder abgedreht und als wir den kaltenberg erklommen hatten, war die hose schon fast wieder trocken. vom gipfelturm war eine nächste graue wand in sicht, die zugrichtung aber nich so ganz eindeutig festzustellen. wir entschieden uns wieder für die flucht nach vorn. diesmal mit regenhose, obwohls diesmal ohne gegangen wäre… in der abfahrt stand kaum wasser (die is auch deutlich steiler) und von oben kam auch noch nichts.

ob eine abfahrt gut war erkennt man übrigens an ein paar unwillkürlichen reaktionen des eigenen körpers: man kommt unten an, wirft das rad beiseite, weil die fußsohlen und die hände brennen und versucht breit grinsend das ganzkörperadrenalinschlottern unter kontrolle zu bringen. hat man das überwunden kann man auf bier und knoblauchbrot mit spiegelei einkehren, während vorm fenster der nächste leichte schauer durchzieht.

bevor es wieder weitergeht, macht man noch ein bild, damit der bericht nachher nicht so ein textfriedhof wird…

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es folgt der paulinengrund. flach, aber, oder gerade deswegen mitunter knifflig. man muss eben mehr treten und sich das momentum erarbeiten, das es braucht, um kritische stellen zu passieren.

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man nähert sich der grundmühle. hier hatte ich im frühsommer eine alternative routenführung gefunden und ein langweiliges stück cyklotrasy mit einer kurzen tragepassage ersetzt.

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dummerweise wurden da zwei brücken* entfernt und wir in ein weiteres umständlicheres tragestück gezwungen. das nächste mal also doch wieder cyklotrasy…

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nach der grundmühle geht es steil bergan zum letzten rastplatz der tour. zeit für ein gruppenbild.

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eierwaffeln und bushmills.

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zum verdauen noch etwas transfergeplänkel über felder und schwups steht man vorm großen finale in der kamnitzklamm. nicht so steil wie der kaltenberg, aber dafür verblockter und mit ähnlichen nebenwirkungen. wenn man einen guten lauf hat, rutschen einem zwischendurch auch schonmal freudenschreie heraus.

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der sommer neigt sich dem ende und so war es im wald schon recht finster, als wir zufrieden auf die straße an der elbe gespuckt wurden.

ein schöner tag, dekuji und ahoj!

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