roll-the-rocks.de

Samstag, der 28. August 2010

Sneznik-Kurzbiwak

Ohje… der Hochsommer ist bald durch und ich hab seit dem Fühlingsanfang nicht mehr gebloggt… wird ma wieder Zeit!

Vor etwa einem Jahr habe ich im Rahmen der Sneznik-Tour auf dem großen Zschirnstein genächtigt*. Mein erster S24O.
S24O steht für Sub-24h-Overnighter, englisch für einen spontanen Kurztrip mit Nacht in der freien Natur. Man könnte den Begriff mit Kurzbiwak übersetzen. Die Idee dahinter ist es, einen Hauch von Abenteuer unkompliziert ohne den Planungs- und Zeitaufwand einer größeren Radreise zu erleben. Für eine Nacht dem Alltag entfliehen. Einfach losfahren, sich ein lauschiges Plätzchen suchen, kampieren und am nächsten Tag gut erholt wieder zurück.

Nun planten wir, letzten Sonntag in einer kleinen Gruppe üblicher Verdächtiger die Sneznik-Tour zu fahren. Unentschlossen, was ich mit dem Samstagabend anstellen sollte, erinnerte ich mich, dass meine letzte Nacht unter freiem Himmel schon wieder viel zu lange zurücklag und entschied mich, schon Samstagnachmittag vor dem Rest zu starten, um wieder auf dem Zschirnstein zu nächtigen.

4925030118_65257e533a.jpg
groß


4924435361_e0269e6c79.jpg
groß

Nach einem Abend gefüllt mit fotografischen Feldversuchen und einer eher nicht so erholsamen Nacht (ansich ist die Kante des Gipfelplateaus kein guter Schlafplatz. Die Ausblicke auf Sonnenunter- und aufgang, sowie Sternenhimmel und mondbeleuchtete Landschaft lassen aber schnell vergessen, dass man eher unbequem liegt und einem der Wind kaum Ruhe lässt) hatte ich am Morgen nur in aller Ruhe darauf zu warten, dass der Rest der Gruppe aufschließt und wir gemeinsam den Hauptteil der Tour angehen konnten. Transferstrecken zur Einkehr, schweißtreibende Anstiege und die üblich ruppigen böhmischen Abfahrten, wegen der wir so gerne herkommen, waren die Zutaten für einen grandiosen Tag mit Freunden.

4925030936_473f2f423a.jpg
groß

Besagte ruppige Abfahrten waren nach den kürzlichen Unwettern teils deutlich verändert und anspruchsvoller.

4925031160_f58f1c7910_z.jpg
groß

Am drastischsten betroffen war die Udoli Sucha Kamenice, eine meiner liebsten Abfahrten und Finale der Tour. In der engen Schlucht wurden tonnenschwere Sandsteinblöcke bewegt und der Weg im unteren Drittel völlig vernichtet. Fasziniert von der unglaublichen Gewalt, die da zu Gange gewesen sein musste, war ich nicht verärgert über die kurze Schiebe- und Tragepassage.

4924436241_66f34abb0b_z.jpg
groß

Ein paar mehr Fotos gibt es im flickr-stream.

© Martin Dinse - roll-the-rocks.de is powered by FlatPress.